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Mittwoch, 27. Mai 2015

Zweites Treffen Lehrer - Teil 2

Was macht man nun, wenn man neben so einem liegt. Dass ein maligner Narzisst oder Psychopath mal eben in die Luft gehen kann wegen einer Kleinigkeit, hatte ich ja bereits an anderer Stelle erlebt. Dass man ihnen nicht trauen kann, sie nicht richtig einschätzen kann... hatte ich ebenfalls erlebt.
Außerdem fielen mir dann die Einträge auf einer Social Media-Plattform wieder ein... ich hatte anfangs ein komisches Gefühl gehabt, vor allem, als ich mir die Kommentare durchgelesen hatte. Da waren nicht nur gewaltverherrlichende Beiträge, sondern auch ziemlich seltsame, teils versaute dabei gewesen. Also blieb ich. Der Lehrer versuchte auch mich "zu überreden" und scheinbar auch meine "Kraft auszutesten". Ich versuchte, das in Grenzen zu halten... blieb stur, versuchte, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Ich sagte ihm, dass ich ihn verstehen könne. Legte meine Hand auf seinen Rücken. Diese Art und Weise des Umgangs mit so jemandem hatte ich vorher bei einem anderen gesehen. Explizites Lernen nennt man das wohl, habe ich dann gelesen. Irgendwann schlief er dann ein.

Mittwoch, 20. Mai 2015

4-Augen-Gespräch mit Chef B

Heute hatte ich ein Gespräch mit Chef B. Nach 2,5 Monaten Aufzeichnungen.

Zum Einen ging es um diverse Rechnungen. Hier sagte mir Chef B, ihm gefalle die Relation nicht. Mir ebenso nicht. Ich hatte mich informiert - bei einem Dienstleister, in Fachliteratur,.... Chef B sagte, das wäre alles abgesprochen und sie würden das seit Jahren so machen. Bei einer anderen Sache hatte ich den Dienstleister in die Recherche geschickt, da das Thema ziemlich kompliziert war. Mehrere Angestellte des Dienstleisters hätten gesagt, nein, weil... Chef B tätigt einen Anruf und plötzlich ja.Wenn ich als Arbeitnehmer das jedoch so mache wie Chef B es sagt, dann handele ich entgegen meines Wissens/ gegen Regeln, die für alle gelten. Es ging auch um weitere Angelegenheiten aus diesem Bereich...

Ich sprach auf das Thema Müll an; insbesondere auf das Ereignis, an dem Chef A bis zu Chef B lief, einen Karton mit der Rechnung zerriss und in den Papierkorb von Chef B warf. Daraufhin fragte Chef B mich: "Hast Du die Rechnung freiwillig aus dem Müll geholt oder hat Dir Chef A gesagt, Du sollst die Rechnung aus dem Müll zu holen?"

Desweiteren war mir in den vergangenen Wochen ein seltsames Verhalten von Chef A aufgefallen. Er redete manchmal sehr... seltsam. Wie ein Guru. Er hatte mir auch komische Fragen gestellt. Hatte Hassreden geführt. Das Wort Bastard fiel ab und an. Oder "death coyote" und andere Dinge. Ich versuchte, das Thema vorsichtig anzusprechen. Ich begann ihm zu erzählen, was an dem einen Morgen geschehen war, als die Kollegen hin und her liefen, weil Chef A nicht da war. Sie wirkten chaotisch, planlos. Abhängig. Für mich war das ein Schock, erwachsene Männer so zu sehen. Chef B zeigte keinerlei Mimik. Er sagte mir kurz und knapp, dass sei nicht meine Kompetenz.

Chef B sagte: Er entscheidet, ob eine Verhältnismäßigkeit gegeben ist. Ich würde mir zum Beispiel zu viel in Bezug auf den Datenschutz erlauben (dabei ging es um die Einverständniserklärungen für die Bilder). Chef B sagte mir, das würde Konsequenzen nach sich ziehen. Er wird schauen, ob ich mich weiterhin so verhalte.  Chef B sei nicht bereit und hätte keine Zeit sich mit dieser Bürokratie herumzuschlagen. Er entscheidet. Außerdem würde ich meine Arbeit nicht richtig machen. Ich sei überfordert. Ich dachte nur bei mir, dass die einzige Überforderung, die ich aushalten muss, ist das Mobbing und das Bossing tagtäglich.

Und dann setzte Chef B seine Rede fort: Er behauptete, ich hätte Chef A mit dem Arbeitsgericht gedroht. (Er bezog sich dabei auf eine Diskussion über die Veröffentlichung von Fotos, bei der ich sagte, ich möchte mich zunächst bei der Arbeitsagentur "oder so" informieren.)

Er würde nun seinen Rechtsanwalt anrufen und dann würden wir weitersehen. Wir verließen den Raum. Er ging zurück ins Zimmer, scheinbar, um seinen Anwalt anzurufen.

Er kam wieder. Sein Anwalt hatte mir wohl in den angesprochenen Dingen zugestimmt. Das gab Chef B jedoch nicht zu.  Chef B sagte, er nehme die Rechnung zurück. Dabei nahm er den Leistungsnachweis, zerriss ihn und warf ihn in den Papierkorb. Chef sagte, jetzt würden wir sehen wie es weitergeht mit mir. Ab sofort gäbe es Punkte.

Montag, 18. Mai 2015

Kleinscheiß

Kurz nach 8 Uhr, ich hatte meine morgendliche Aufräum-Aktion beendet, las ich die E-Mail von Chef A. Er trug mir auf ein Foto von den gestrigen Aufnahmen zu veröffentlichen.
Gegen 9 kam dann Chef A ins Büro. "Guten Morgen, hat Dir Kollege Nr. 1 schon die Fotos geschickt?" Kollege Nr. 1 war bereits anwesend.
Ich wies ihn noch einmal auf das notwendige Einverständnis und deren Persönlichkeitsrechte hin. Ich bot ihm an, dass ich bei den beiden nachhakte und fragte "Haben wir Kontaktdaten von denen, z.B. E-Mail-Adresse, wegen einer Einverständniserklärung?"
Chef A antwortete mir daraufhin, ich solle mich nicht über jeden Kleinscheiß aufregen. Es interessiere nicht. Wenn es für die Firma ist, müsse es gemacht werden. Er hafte dafür.

Ich war gegen die Veröffentlichung ohne den beiden Bescheid zu geben. Es widersprach meinem Gewissen. Chef A wiederholte, das interessiere ihn nicht. Das sei Kleinscheiß, Chef A sagte zu mir: "U*, ich möchte nicht ständig über so ein Kleinscheiß diskutieren! Wir posten das mit oder ohne Erklärung!" Er hätte die beiden gestern gefragt und sie hätten ihm gesagt, es sei ok. Ich glaubte ihm nicht, denn ich hatte bereits zuvor oft die Erfahrung gemacht, dass er etwas behauptete, was letztendlich nicht der Wahrheit entsprach.  Die Accounts, mit denen die Posts veröffentlicht wurden, waren meiner E-Mail-Adresse zugeordnet. Ich sagte ihm, ich möchte mich in diesem Fall zunächst beim Arbeitsamt "oder so" informieren und das ich das zunächst nicht posten möchte. ("Oder so", weil ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, wo ich mich zu diesem spezifischen Thema aus dem Arbeitsrecht informieren kann. Einen Anwalt konnte ich mir nicht leisten.)
Chef A antwortete mir daraufhin: "Ok, dann poste ich das und falls etwas sein sollte, dann gehe ich ins Gefängnis."

* Name geändert

Maligne Narzissten und Psychopathen fordern bedingungslosen Gehorsam; in Beziehungen bedingungslose Liebe. Ich denke, dass sie diese Forderung stellen, weil sie zum Einen die Kontrolle über alles und jeden behalten wollen und zum Anderen, weil das Bild, dass sie nach außen hin präsentieren, nicht ihrem Inneren entspricht. Sie setzen eine "Maske" auf, z.B. Imponiergehabe und Anschreien, um ihre eigene Unsicherheit zu verstecken. Sie benötigen also jemanden, der ihnen die Maske nicht herunterreißt, eine Person, die sich ihnen voll und ganz unterordnet. Wenn sie ganz oben auf dem Treppchen stehen, kann niemand ihre Autorität untergraben.
 
Aber Vorsicht: Es gibt auch solche, die sich unterordnen. Und hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass man diese allzu leicht mit einem Opfer eines Narzissten verwechseln kann. Wenn sie merken, dass sie gegenüber einem Narzissten oder gegenüber einer höheren Macht, wie z.B. Gott, machtlos sind, dann ordnen sie sich unter. Sie versuchen sich im Glanz des "mächtigeren" Narzissten zu sonnen. Das sind zum Beispiel Leute, die sich gern mit Stars ablichten lassen, um die Fotos dann stolz zu präsentieren. Am Ende ist das jedoch auch eine Form der Prahlerei. In jedem Fall versuchen sie ihre Einzigartigkeit hervorzuheben. Ich denke, das kommt daher, dass sie von sich selbst ein schlechtes Bild haben. Sie scheinen permanent beweisen zu müssen, dass sie etwas wert sind.

Bei dem obig beschriebenen Vorfall ignorierte Chef A die Rechte fremder Personen. Er setzte sich eine Stufe höher, sogar über das Recht derer. Er nimmt hier schon beinahe eine übernatürliche Stellung ein. Auf der Seite umgang-mit-narzissten.de habe ich eine sehr gute Umschreibung hierfür gefunden: "[...] Herrschaftsanspruch innerhalb einer Gruppe ohne jegliches Verantwortungsgefühl und Gewissen sich selbst und anderen gegenüber [...]" [1]

Ebenso auffällig ist, wie ich finde, die Art seiner "Argumentation"; er nutzt Worst-case-Szenarios: Wenn sich da jemand beschweren sollte, dann würde er dafür natürlich in den Knast gehen. Er hafte schließlich dafür.


Quellen:

[1] http://umgang-mit-narzissten.de/maligner-narzissmus/ , Merkmale maligner Narzissmus, 18.05.2015


Sonntag, 17. Mai 2015

Wenn ich bei allem so denken würde wie Du, könnte ich den Laden dicht machen

Chef A: "Hast Du das Bild für die Blog Post gekriegt?"
ich: "Ja"

Es handelte sich um ein Foto, welches Jugendliche zeigte, darunter auch einen Jungen, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht das 18. Lebensjahr erreicht hatte. Das Foto wurde von Chef B mit den Worten "Kommt, wir müssen noch ein Foto machen, um zu beweisen, dass ihr da wart."

ich: "Können wir das eigentlich einfach so veröffentlichen?"

Chef A und Chef B lachten.

Chef B: "Wenn ich bei allem so denken würde, könnte ich das Unternehmen schließen.
Du denkst immer so negativ und siehst immer nur Probleme."

Auf meine Hinweise bezüglich Einverständniserklärung der abgebildeten Personen sind beide nicht eingegangen, trotz des Fakts, dass ich dieses Thema noch einmal recherchiert hatte.